Wasserführende Kaminöfen

Kaminöfen die sowohl das Brauchwasser erwärmen als auch Wärme an die Umgebung abgeben, bezeichnet man als wassergeführte Kaminöfen. Dieser Umstand wird dadurch erreicht, dass ca. 70 % der Heizleistung im Kaminofen an das Wasser abgegeben wird und lediglich 30% für die direkte Raumerwärmung verwendet wird. Die Heizleistung der Modelle liegt zwischen 5 und 20 kW Indem die meisten Modelle auch mit Pellets beheizt werden können, bieten sich Vorteile für die Umwelt und gleichzeitig können so  die Heizkosten gesenkt werden.

Bauarten von wasserführenden Kaminöfen

Zwei Arten von wasserführenden Kaminöfen haben sich auf dem Markt etabliert. Einerseits gibt es wasserführende Kaminöfen, die aus doppelwandigem Stahl produziert wurden und sich aus diesem Grund heraus allerdings größer und schwerer präsentieren, jedoch den Vorteil einer höheren Heizleistung besitzen.

Andererseits gibt es Kaminöfen mit aufgesetztem Wasserbeutel. Diese Modelle bestechen durch eine kompaktere und leichtere Bauweise, erbringen jedoch eine geringere Heizleistung.

Anschluss

Wasserführende Kaminöfen werden über den Heizungsrücklauf direkt an das zentrale Heizsystem angeschlossen. Das abgekühlte Wasser aus dem Heizungsrücklauf wird hierbei direkt in den Kaminofen abgeführt und dort erwärmt. Die Erwärmung funktioniert je nach der Bauart der wasserführenden Kamine auf zwei Arten: Bei Modellen mit einer doppelwandigen Stahlverkleidung wird das Wasser in die Doppelwand des Kamins geführt und so über die Hitze aus der Brennkammer erwärmt. Bei Geräten mit aufgesetztem Wasserbeutel wird das kalte Heizungswasser über der Brennkammer im Wassertank erhitzt. Sobald das Wasser eine gewisse Temperatur erreicht hat, wird es an das Heizungssystem abgegeben. Ein Wärmetauscher übernimmt die Verteilung. Ein Pufferspeicher wird immer dann nötig, wenn der wasserführende Kaminofen eine höhere Heizleistung erbringt, als aktuell für die Heizung benötigt wird. Anhand dieser Funktionsweise ist es durchaus denkbar, Wohnflächen von bis zu 200 Quadratmeter mit einem wasserführenden Kaminofen zu beheizen.

Wasserführende Kaminöfen mit Pellets

Eine Kombination zwischen einem wasserführenden Kaminofen und einer Pelletheizung birgt mehr Vorteile, als dies auf den ersten Blick erkennen lässt. Pellets zeichnen sich vor allem als umweltfreundliches Produkt aus, sind stets trocken und reduzieren somit schädliche Abgase, die bei der Verbrennung von nassem Holz entstehen würden. Der zweite große Vorteil einer Befeuerung mit Pellets besteht in der automatischen Beschickung der wasserführenden Kaminöfen. Mittels einer Förderschnecke oder einer Saugvorrichtung können die Pellets selbstständig in die Brennkammer befördert, so dass eine manuelle Beschickung nicht mehr nötig wird.