Kamin

Ein offener Kamin zeichnet sich durch seine Einzigartigkeit sowie den vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten aus. Er sorgt für Stimmung und Faszination und lässt sich problemlos in den Raum integrieren und je nach Geschmack kann man zwischen zahlreichen Bauvarianten wählen.

Einbau und Verkleidungen
Ein Kamin kann vollständig in die entsprechende Wand eingebaut werden oder zum Teil herausragen. Dabei muss es nicht immer mitten in der Wand sein, auch für Zimmerecken gibt es verschiedene Modelle. Es wird ein eigener Schornstein benötigt, an den der Kamin angeschlossen werden kann, um einen guten Rauchabzug zu gewährleisten. Der Feuerraum besteht aus Schamottestein und wird von Mauerwerk oder Eisenplatten umschlossen.

Wichtig ist, dass die Verkleidung und der Sockel aus einem Material sind, das nicht brennbar und hitzebeständig ist. Hierfür eignet sich am besten Porenbeton, der zum Schluss noch verputzt werden kann. Danach kann man sich um die farbliche Gestaltung kümmern. Aber auch Marmor ist als Verkleidung möglich. Durch klassisch, rustikale Bauweise fühlt man sich in ein anderes Zeitalter versetzt. Mit reichlichen Verzierungen und stilvoll gearbeiteter Fassade wird der Kamin zum ansehnlichen Highlight. Doch auch ein modernes Design, z.B. mit einer Edelstahlverkleidung, hinterlässt eine eindrucksvolle Wirkung. Der Kaminsims kann mit schicker Dekoration verschönert werden und so einen luxuriösen Eindruck machen.

Heizleistung und Luftzufuhr
Die Heizleistung eines Kamins ist nicht so hoch, doch für die Übergangszeit ist es auf jeden Fall ausreichend. Die Strahlungswärme wird nur über das offene Feuer abgegeben. Wenn der Heiznutzen nicht an erster Stelle steht, ist der Kamin mit seinem unvergleichlichen Effektfeuer genau das richtige.

Um für einen sicheren Betrieb zu sorgen, muss der Kamin so auf gestellt werden, dass er genügend Verbrennungsluft zur Verfügung hat. Diese bezieht er aus dem Aufstellraum. Das Zimmer sollte also eine entsprechende Größe haben oder man installiert einen Luftkanal, der an den Kamin angeschlossen wird und die benötigte Luft von außen zu führt.

Befeuerung
Als Brennstoff eignen sich am besten Laubhhölzer. Diese verbrennen sehr langsam und ermöglichen viele gemütliche Stunden Lagerfeuerromantik vorm heimischen Kamin. Das Holz wird auf einem Feuerrost gelegt und mit Kaminanzünder entfacht. Zuerst das kleinere Anfeuerholz und wenn es richtig brennt können große Holzscheite nachgelegt werden. Eine Mischung aus Holz und Briketts ist auch möglich. Briketts glühen besser und haben einen größeren Heizwert. Als Alternative zum Rost, sind einige Kamine mit zwei Feuerböcken ausgestattet. Diese haben den großen Vorteil, dass sie nach dem Abbrennen der Scheite zum reinigen einfach herausgenommen werden können.